FRANZ SCHUBERT
(Vienna 1797 - 1829)

Winterreise, D 911

(Winter Journey) - 75 ′

Gute Nacht (Good Night)
Die Wetterfahne (The Weather Vane)
Gefrorene Thränen (Frozen Tears)
Erstarrung (Numbness)
Der Lindenbaum (The Linden Tree)
Wasserfluth (The Flood)
Auf dem Fluße (In the River)
Rückblick (Looking Back)
Das Irrlicht (Will-O'-the-Wisp)
Rast (Resting)
Frühlingstraum (A Spring Dream)
Einsamkeit (Loneliness)
Die Post (The Post)
Der greise Kopf (The Grey Head)
Die Krähe (La Crow)
Letzte Hoffnung (The Last Hope)
Im Dorfe (In the Village)
Der stürmische Morgen (The Stormy Morning)
Täuschung (Illusion)
Der Wegweiser (The Signpost)
Das Wirtshaus (The Inn)
Mut (Value!)
Die Nebesonnen (The Mock Suns)
Der Leiermann (The Hurdy-Gurdy Player)

NOTES

by Jaume Radigales

Although music has no images, I have always thought that the best illustration to synthesise Franz Schubert's Winterreise (Winter Journey) is the pictorial world of Caspar David Friedrich (1774-1840), the German Romantic landscape painter who placed the human figure dwarfed by the unstoppable forces of a barren and hostile nature. A reaction contrary to the Renaissance conception, which always placed the human being, king of creation, at the centre of everything. Conversely, Romanticism evokes the unpredictable onslaughts of a capricious and unpredictable nature that places the aesthetic experience in the category of the dynamic sublime, understood as that which oscillates between the rational and the irrational in confrontation with the natural elements.

Friedrich's are allegorical works, as are the twenty-four poems by Wilhelm Müller (also the author of Die schöne Müllerin (The Fair Maid of the Mill)), to which Franz Schubert (1797-1828) set music in 1827, a year before his death.

Winterreise is much more than a lieder cycle. It is an introspective journey into the winter of the human soul when, after setting out on an uncertain path during the night of life, the protagonist narrator reaches a point of no return before a musician playing a vihuela. An image that can be interpreted as the refuge in art after a meaningless existence, or as the image of death that never stops turning the crank of an instrument understood as one that is always there, attentive and present to take us away whenever the time comes.

In the sometimes mellifluous symbolism of the words of Müller (a decidedly minor poet who lived between 1794 and 1827), Schubert's music finds a perfect fit. And it does so thanks to the harmony between the piano and the voice, and also thanks to the choice of harmonies that support the ethical and aesthetic value of the poet's words, to the point that there is total understanding between Müller, the main character of the story, and Franz Schubert himself.

The romanticism inherent in the poet and composer's time is musically embodied in an evolutionary conception of the songs of the cycle, using starting tonalities that change within some of the lieder. As an example, the unfading change from D minor to D major in the opening lied (Gute Nacht), to return to D minor in the face of what was only a mirage, the memory of the beloved. It could not be simpler, yet more complex in the framework of a small great work, such as the one we are dealing with.

LYRICS

WINTERREISE
Wilhem Müller

Gute Nacht

Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh'—
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit:
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such 'ich des Wildes Tritt.

Was soll ich länger weilen,
Daß man mich trieb 'hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus!
Die Liebe liebt das Wandern, -
Gott hat sie so gemacht -
Von einem zu dem andern,
Fein Liebchen, gute Nacht!

Will dich im Traum nicht stören,
Wär 'schad' um deine Ruh ',
Sollst meinen Tritt nicht hören -
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib 'im Vorübergehen
An's Tor dir gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab 'ich gedacht.

Die Wetterfahne

Der Wind spielt mit der Wetterfahne
Auf meines schönen Liebchens Haus.
Da dacht 'ich schon in meinem Wahne,
Sie pfiff 'den armen Flüchtling aus.

Er hätt 'es eher bemerken sollen,
Hauses aufgestecktes Schild,
So hätt 'er nimmer suchen wollen
Im Haus ein treues Frauenbild.

Der Wind spielt drinnen mit den Herzen,
Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.
Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
Ihr Kind ist eine reiche Braut.

Gefrorne Tränen

Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab;
Ob es mir denn entgangen
Daß ich geweinet hab '?

Ei Tränen, meine Tränen,
Und seid ihr gar so lau
Daß ihr erstarrt zu Eise,
Wie kühler Morgentau.

Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis.

Erstarrung

Ich such 'im Schnee vergebens
Nach ihrer Tritte Spur,
Wo sie an meinem Arme
Durchstrich die grüne Flur.

Ich will den Boden küssen
Durchdringen Eis und Schnee
Mit meinen heißen Tränen,
Bis ich die Erde seh '.

Wo find 'ich eine Blüte,
Wo find 'ich grünes Gras?
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.

Soll denn kein Angedenken
Ich nehmen mit von hier?
Wenn meine Schmerzen schweigen,
Wer sagt mir dann von ihr?

Mein Herz ist wie erfroren,
Kalt starrt ihr Bild darin:
Schmilzt je das Herz mir wieder,
Fließt auch ihr Bild dahin.

The Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore,
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt 'in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
So sleeves liebe Wort;
Es zog in Freud 'und Leide
Zu ihm mich immer fort.

Ich mußt 'auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab 'ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm 'her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh’!

Die kalten Winde bliesen
Mir grad 'ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör 'ich's rauschen:
Du fändest Ruhe dort!

Wasserflute

Manche Trän 'aus meinen Augen
Ist gefallen in den Schnee;
Seine kalten Flocken saugen
Durstig ein das heiße Weh.

Wenn die Gräser sprossen wollen,
Weht daher ein lauer Wind,
Und das Eis zerspringt in Schollen,
Und der weiche Schnee zerrinnt.

Schnee, du weißt von meinem Sehnen:
Sag ', wohin doch geht dein Lauf?
Folge nach nur meinen Tränen,
Nimmt dich bald das Bächlein auf.

Wirst mit ihm die Stadt durchziehen,
Muntre Straßen ein und aus:
Fühlst du meine Tränen glühen,
Da ist meiner Liebsten Haus.

Auf Dem Flusse

Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluß,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruß.

Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.

In deine Decke grab 'ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund 'und Tag hinein:

Den Tag des ersten Grußes,
Den Tag, an dem ich ging,
Um Nam 'und Zahlen windet
Sich ein zerbrochner Ring.

Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob's unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt?

Rückblick

Es brennt mir unter beiden Sohlen,
Tret 'ich auch schon auf Eis und Schnee.
Ich möcht 'nicht wieder Atem holen,
Bis ich nicht mehr die Türme seh '.

Hab 'mich an jeden Stein gestoßen,
So eilt 'ich zu der Stadt hinaus;
Die Krähen warfen Bäll 'und Schloßen
Auf meinen Hut von jedem Haus.

Wie anders hast du mich empfangen,
Du Stadt der Unbeständigkeit!
An deinen blanken Fenstern sangen
Die Lerch 'und Nachtigall im Streit.

Die runden Lindenbäume blühten,
Die klaren Rinnen rauschten hell,
Und ach, zwei Mädchenaugen glühten!
Da war's geschehn um dich, Gesell!

Kömmt mir der Tag in die Gedanken,
Möcht 'ich noch einmal rückwärts sehn,
Möcht 'ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille stehn.

Irrlicht

In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin:
Wie ich einen Ausgang finde,
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

Bin gewohnt das Irregehen,
'S führt ja jeder Weg zum Ziel:
Unsre Freuden, Unsre Wehen,
Alles eines Irrlichts Spiel!

Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind 'ich ruhig mich hinab—
Jeder Strom wird's Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch sein Grab.

Rast

Nun merk 'ich erst, wie müd' ich bin,
Da ich zur Ruh 'mich lege;
Das Wandern hielt mich munter hin
Auf unwirtbarem Wege.

Die Füße frugen nicht nach Rast,
Es war zu kalt zum stehen,
Der Rücken fühlte keine Last,
Der Sturm half fort mich wehen.

In eines Köhlers engem Haus
Hab 'Obdach ich gefunden;
Doch meine Glieder ruhn nicht aus:
So brennen ihre Wunden.

Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm
So wild und so verwegen,
Fühlst in der Still 'erst deinen Wurm
Mit heißem Stich sich regen!

Frühlingstraum

Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai,
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrieen die Raben vom Dach.

Doch an den Fensterscheiben
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?

Ich träumte von Lieb 'um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonne und Seligkeit.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz 'ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.

Die Augen schließ 'ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt 'ich mein Liebchen im Arm?

Einsamkeit

Wie eine trübe Wolke
Durch heitre Lüfte geht,
Wenn in der Tanne Wipfel
Ein mattes Lüftchen weht:

So zieh 'ich meine Straße
Dahin mit trägem Fuß,
Durch helles, frohes Leben,
Einsam und ohne Gruß.

Ach, daß die Luft so ruhig!
Ach, daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten,
War ich so elend nicht.

Die Post

Von der Straße her ein Posthorn klingt.
Was hat es, daß es so hoch aufspringt,
Mein Herz?

Die Post bringt keinen Brief für dich:
Was drängst du denn so wunderlich,
Mein Herz?

Nun ja, die Post kommt aus der Stadt,
Wo ich ein liebes Liebchen hatt ',
Mein Herz!

Willst wohl einmal hinübersehn,
Und fragen, wie es dort mag gehn,
Mein Herz?

Der Greise Kopf

Der Reif hatt 'einen weißen Schein
Mir über's Haar gestreuet.
Da glaubt 'ich schon ein Greis zu sein,
Und hab 'mich sehr gefreuet.

Doch bald ist er hinweggetaut,
Hab 'wieder schwarze Haare,
Daß mir's vor meiner Jugend graut -
Wie weit noch bis zur Bahre!

Vom Abendrot zum Morgenlicht
Ward mancher Kopf zum Greise.
Wer glaubt's? Und meiner ward es nicht
Auf dieser ganzen Reise!

Die Krähe

Eine Krähe war mit mir
Aus der Stadt gezogen,
Ist bis heute für und für
Um mein Haupt geflogen.

Krähe, wunderliches Tier,
Willst mich nicht verlassen?
Meinst wohl bald als Beute hier
Meinen Leib zu fassen?

Nun, es wird nicht weit mehr gehn
An dem Wanderstabe.
Krähe, lass mich endlich sehn
Treue bis zum Grabe!

Letzte Hoffnung

Hie und da ist an den Bäumen
Manches bunte Blatt zu sehn,
Und ich bleibe vor den Bäumen
Oftmals in Gedanken stehn.

Schaue nach dem einen Blatte,
Hänge meine Hoffnung dran;
Spielt der Wind mit meinem Blatte,
Zittr 'ich, was ich zittern kann.

Ach, und fällt das Blatt zu Boden,
Fällt mit ihm die Hoffnung ab,
Fall 'ich selber mit zu Boden,
Wein 'auf meiner Hoffnung Grab.

Im Dorfe

Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten.
Es schlafen die Menschen in ihren Betten,
Träumen sich Manches was sie nicht haben,
Tun sich im Guten und Argen erlaben:
Und morgen früh ist Alles zerflossen.
Je nun, sie haben ihr Teil genossen,
Und hoffen, was sie noch übrig ließen,
Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.

Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,
Laßt mich nicht ruhn in der Schlummerstunde!
Ich bin zu Ende mit allen Träumen -
Was will ich unter den Schläfern säumen?

Der Stürmische Morgen

Wie hat der Sturm zerrissen
Des Himmels graues Kleid!
Die Wolkenfetzen flattern
Umher in mattem Streit.

Und rote Feuerflammen
Ziehn zwischen ihnen hin.
Das nenn 'ich einen Morgen
So recht nach meinem Sinn!

Mein Herz sieht an dem Himmel
Gemalt sein eignes Bild — Es
ist nichts als der Winter,
Der Winter kalt und wild!

Täuschung

Ein Licht tanzt freundlich vor mir her;
Ich folg 'ihm nach die Kreuz und Quer;
Ich folg 'ihm gern und seh's ihm an,
Daß es verlockt den Wandersmann.
Ach, wer wie ich so elend ist,
Gibt gern sich hin der bunten List,
Die hinter Eis und Nacht und Graus
Ihm weist ein helles, warmes Haus,
Und eine liebe Seele drin -
Nur Täuschung ist für mich Gewinn!

Der Wegweiser

Was vermeid 'ich denn die Wege,
Wo die ander'n Wand'rer gehn,
Suche mir versteckte Stege
Durch verschneite Felsenhöhn?

Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheun -
Welch ein törichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenein?

Weiser stehen auf den Wegen,
Weisen auf die Städte zu,
Und ich wandre sonder Maßen,
Ohne Ruh ', und suche Ruh'.

Einen Weiser seh 'ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch Keiner ging zurück.

Das Wirtshaus

Auf einen Totenacker
Hat mich mein Weg gebracht.
Allhier will ich einkehren:
Hab 'ich bei mir gedacht.

Ihr grünen Totenkränze
Könnt wohl die Zeichen sein,
Die müde Wandrer laden
In's kühle Wirtshaus ein.

Sind denn in diesem Hause
Die Kammern all 'besetzt?
Bin matt zum Niedersinken,
Bin tödlich schwer verletzt.

O unbarmherz'ge Schenke,
Doch weisest du mich ab?
Nun weiter denn, nur weiter,
Mein treuer Wanderstab!

Mut

Fliegt der Schnee mir in's Gesicht,
Schüttl 'ich ihn herunter.
Wenn mein Herz im Busen spricht,
Sing 'ich hell und munter.

Höre nicht, was es mir sagt,
Habe keine Ohren,
Fühle nicht, was es mir klagt,
Klagen ist für Toren.

Lustig in die Welt hinein
Gegen Wind und Wetter!
Will kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter!

Die nebensonnen

Drei Sonnen sah ich am Himmel stehn,
Hab 'lang und fest sie angesehn;
Und sie auch standen da so stier,
Als wollten sie nicht weg von mir.
Ach, meine Sonnen seid ihr nicht!
Schaut Andern doch in's Angesicht!
Ja, neulich hatt 'ich auch wohl drei:
Nun sind hinab die besten zwei.
Ging’ nur die dritt’ erst hinterdrein!
Im Dunkeln wird mir wohler sein.

Der Leiermann

Drüben hinter'm Dorfe
Steht ein Leiermann,
Und mit starren Fingern
Dreht er was er kann.

Barfuß auf dem Eise
Wankt er hin und her;
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.

Keiner mag ihn hören,
Keiner sieht ihn an;
Und die Hunde knurren
Um den alten Mann.

Und er läßt es gehen
Alles, wie es will,
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.

Wunderlicher Alter,
Soll ich mit dir gehn?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier drehn?

LYRICS

WINTER JOURNEY
Wilhem Müller

Good Night

I arrived as a stranger,
I also leave as a stranger.
May was kind to me
and gave me many bunches of flowers.
The young girl spoke of love,
her mother even of marriage.
Now the world is so bleak,
the path hidden by snow.

I cannot choose
the time of my journey;
I have to find my way
through this darkness.
I am accompanied by a shadow
thrown by the moon
and in the white fields
I search for animal tracks.

What’s the point in staying longer
until they drive me away?
Let the stray dogs howl
in front of their master’s home!
Love likes to roam
–thus it was made by God–
from one to the other.
Good night, my love!

I shall not disturb your dreams,
it would spoil your rest;
you will not hear my steps:
softly, softly, the door closes!
On passing I leave a note
on the gate «Good night»,
so you can see
that I have thought of you.

The Weather Vane

The wind plays with the weather vane
on my loved one’s pretty home.
I was fooled and I thought it was whistling
to make fun of this poor fugitive.

He should have noticed sooner,
the sign on the top of the house,
then he would never have sought
a faithful woman within.

Inside the wind plays with hearts,
as on the roof, though not so loudly.
Why should they care about my suffering?
Their daughter is a rich bride.

Frozen Tears

Frozen tears
fall from my cheeks:
have I not realised
that I have been crying?

Tears, my tears,
are you so tepid
that you turn into ice
like cool morning dew?

Even so, you spring so hot
from your source within my heart
as if you wanted to melt
all the ice of winter.

Numbness

In vain I search in the snow
for her footprints
from when she walked
in the green meadows on my arm.

I want to kiss the ground,
penetrating the ice and the snow
with my burning tears,
until I see the soil underneath.

Where will I find a flower?
Where will I find green grass?
The flowers have died,
the grass is so pale.

So will I not take
any memento from here?
when my sorrows have calmed,
who will talk of her to me?

My heart is like ice,
her frozen image is within:
if my heart melts again,
her image will also leak away!

The Linden Tree

Next to the fountain, by the gate,
there was a linden tree;
in its shade I have dreamed
many a sweet dream.

On its bark I carved
so many words of love;
I was always drawn towards it,
in joy and in sorrow.

Also today, in the dead of night,
I had to walk past it;
even in the darkness,
I had to close my eyes.

And its branches rustled
as if they were calling me:
«Come here my friend,
here you will find repose!»

The icy wind blew
right on my face;
my hat was swept off my head,
and I did not turn back.

Many hours have passed
since I left that place
yet I still hear the rustling:
«there you will find repose!»

The Flood

Many tears have fallen
from my eyes onto the snow;
its cold flakes thirstily
absorb the burning pain.

When the grass begins to grow,
a soft breeze will blow,
and the ice will break into pieces,
and the soft snow will melt.

Snow, you know of my yearning;
tell me, where does your path go?
You only need to follow my tears:
soon the brook will welcome you.

With it, you will flow through the city,
you will move in and out of lively streets;
when you feel the heat of my tears,
that will be the home of my beloved.

In the River

You, who so happily murmured,
clear and turbulent river,
how silent you have become:
no word of farewell.

You have covered yourself
with a hard and rigid crust.
You lie cold and still
stretched out in the sand.

On your surface I carve
with a sharp stone
the name of my beloved
and the hour and day:

The day of the first greeting,
the day I left;
around the name and numbers
a broken ring is entwined.

My heart, now do you recognise
your reflection in the brook?
under its crust is there not
also a turbulent torrent?

Looking Back

The soles of my feet are burning,
though I walk on ice and snow;
I do not want to draw breath again
until I see the towers no longer.

I tripped over all the stones,
in my haste to leave the town;
from all the houses the crows threw
snowballs and stones onto my hat.

How different was your welcome,
town of inconsistency!
At your shining windows sang
the lark and nightingale as rivals.

The rounded linden trees blossomed,
the clear fountains burbled brightly
and, ah, the eyes of a young girl sparkled!
All this has ended, my friend!

When I think of that day
I like to look back again,
I want to retrace my steps and stumble again,
and stand still before her house.

Will-O'-the-Wisp

A will-o’-the-wisp attracted me
To the deepest rocky chasm:
how shall I find a way out
does not worry my mind.

I am used to roaming aimlessly,
all roads lead to a destination:
our happiness, our sorrows.
Everything is only a game of the will-o’-the-wisp!

I softly descend, meandering
along the dry river beds:
all rivers end in the sea,
and all sorrows also go to their grave.

Resting

Only now I realise how tired I am
when I lie down to rest;
walking kept me cheerful
on this inhospitable road.

My feet did not ask to rest,
it was too cold to stop,
my back felt no burden,
the storm pushed me forwards.

In the hut of a charcoal burner
I have found shelter;
but my legs are unable to rest:
their wounds are too sore.

You too, my heart, so untamed and bold
at battle and in a storm. Only now
in the calm, you feel
your leech with its fierce sting!

A Spring Dream

I dreamt of coloured flowers
like those that Bloom in May;
I dreamt of green meadows
with cheerful bird calls.

And when the rosters crowed,
My eyes awakened;
it was cold and dark,
rooks cawed from the roof.

But who painted these leaves
Over there, on the window panes?
Are you laughing at the dreamer
Who saw flowers in winter?

I dreamt of requited love,
with a beautiful maiden,
with hearts and kisses,
with delight and rapture.

And when the rosters crowed,
my heart awakened.
Now I sit here, alone,
and I think of my dream.

I close my eyes again,
my heartbeats are still so warm.
Leaves on the window, when will you turn green?
When will I have my beloved in my arms?

Loneliness

A dark cloud
moves through the clear sky
while a soft breeze blows
the tops of the fir trees:

thus, walking wearily,
I continue my journey
through a happy and bright life,
alone, without a greeting from anyone.

A pity the wind is so calm!
A pity the world is so bright!
When storms were still raging,
I was not so hapless.

The Post

The sound of the posthorn comes from the street.
What is making you jump like this,
my heart?

The post is not bringing any letter for you.
Why are you throbbing so strangely,
my heart?

Ah, yes, the post has arrived from the town,
where I had a dearest love,
my heart!

Do you want to have a peep
and ask how things are going there,
my heart?

The Grey Head

The frost has scattered
a white sheen on my head.
I thought I was already an old man,
and I was delighted.

But it has melted immediately
and my hair is black again.
My youthfulness fills me with dread:
how far it is still to my grave!

From a red sky to dawn
many heads have turned grey.
Who would believe it! Mine has not turned grey
throughout this entire journey!

The Crow

A crow has come with me
from the town;
until today it has flown without stopping
around my head.

Crow, strange creature,
Are you not going to leave me?
Do you want to trap my corpse
as prey without delay?

My walk and my cane
will not take me much further.
Crow, let me see at last
fidelity until the grave!

The Last Hope

Here and there in the trees
many colourful leaves can be seen.
And often, in a thoughtful mood,
I stop in front of these trees.

I contemplate a single leaf
and I hang my hopes upon it;
if the wind plays with my leaf,
I tremble to my limit.

Ah, if the leaf fell to the ground,
my hope would plummet with it;
I myself also fall to the ground
and I weep on the tomb of my hope.

In the Village

Dogs are barking, chains are rattling.
Men are asleep in their beds,
dreaming of so much they do not have,
they find solace in the good and the bad.
Early tomorrow all will have vanished,
but now they have enjoyed their part
and hope to find what they left behind
on their pillows.

Keep me away with your barking, vigilant dogs,
you do not let me rest when it is time to sleep!
For me all my dreams have ended:
why should I linger among those who sleep?

The Stormy Morning

How the storm has torn
the grey mantle of the sky!
Ragged clouds are swept about
in an exhausting battle.

And red flames
peep out among them:
this is what I call a morning
that suits me.

My heart sees its own portrait
painted in the sky:
it is nothing more than winter,
the cold and indomitable winter!

Illusion

A cheerful light dances in front of me;
I follow it move here and there;
I follow it happily and I see
how it fascinates the walkers.
Oh! Someone as wretched as me
happily surrenders to the bright trap
that, beyond the ice, night and terror,
shows a warm and light-filled house,
with a golden soul inside.
For me, a mere illusion is a gift!

The Signpost

Why do I avoid the roads
taken by other travellers
and I seek hidden paths
among rocky and snow covered heights?

Though I have done nothing
to make men shy away from me,
what foolish yearning is pushing me
towards this desolate wilderness?

Signposts on the roads
point to the towns
but I walk without stopping,
searching for repose, without resting.

I see a signpost standing,
motionless before my eyes.
I must take a path
from which no one has ever returned.

The Inn

My path has brought me
to a graveyard.
Here I wish to stay,
I thought to myself.

Green funeral wreaths,
You could easily be the signs
that invite the tired traveller
to enter the cool inn.

Are all the rooms
already occupied in this house?
I am tired and about to faint,
I am fatefully wounded.

Oh, heartless inn!
Even so, you turn me away?
Then, onwards I go,
my faithful staff!

Courage!

The snow hits my race,
I shake it off.
When my heart speaks in my breast
I sing loudly and joyfully.

I do not hear what it says to me,
I have no ears.
I do not feel what it laments to me,
to lament is foolish.

I cheerfully go out into the world
facing wind and storms!
if there is no God on this earth,
We are the gods!

The Mock Suns

I saw three suns in the sky,
I gazed at them for a long time;
they were also so still
it was if they did not want to leave me.
Ah, you are not my suns!
Look then at the face of others!
Until not long ago I too had three;
but the two best ones have set.
I wish the third would follow them!
I would feel better in the darkness.

The Hurdy-Gurdy Player

Yonder in the village,
A hurdy-gurdy player can be seen,
with frozen fingers
he turns the crank as best he can.

Barefoot on the ice,
he stumbles from one side to the other
and his saucer
is always empty.

No one wants to listen to him,
No one looks at him
and dogs growl
around the old man.

And he lets everything
go at its will,
he turns the crank and his hurdy-gurdy
never stops.

Mysterious old man,
shall I come with you?
Do you want to play your hurdy-gurdy
while I sing?

Translations by Incyta

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